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Zweistellige Temperaturen

Usinger Land. Schneechaos in Amerika. Frühlingstemperaturen im Taunus. Die Wetterkapriolen, die uns schon ein sehr mildes Weihnachtsfest und eine sternklare Silvesternacht beschert haben, nehmen kein Ende.

Und so wird es auch vorerst bleiben. „Bis Freitag rechnen wir mit bis zu 15 Grad in Rhein-Main und selbst oben auf dem Feldberg könnte es zweistellig werden. Es bleibt erst mal mild“, berichtet Meteorologe Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach.

Wie sich das erklärt? Während die Menschen in den USA bibbern und bei Temperaturen von bis zu minus 30 Grad leiden, wärmt das Rhein-Main-Gebiet eine angenehme Südwestströmung. „Die Kaltluft in Amerika bringt zum Ausgleich das milde Wetter zu uns“, so Friedrich.

Allerdings: Schon am Montag kann sich alles wieder ändern. Der Meteorologe prognostiziert einen „Wintereinbruch light“. Dann wird es tagsüber etwa drei Grad geben, nachts bis zu minus 5 Grad. „Schnee ist jedoch erst mal nicht in Sicht – auch nicht auf dem Feldberg“, so der Experte. Wie es danach weitergeht, darauf will sich Friedrich nicht festlegen.

Einer alten Bauernregel zufolge ist der Stichtag 6.Januar – also vergangener Montag – ein guter Gradmesser für den weiteren Verlauf des Winters. Sie besagt: „Ist bis Dreikönig kein Winter, so folgt auch keiner mehr dahinter.“ Ist da etwas dran? „Die Trefferquote bei diesen Weisheiten ist nicht immer hoch“, kommentiert Friedrich zurückhaltend.