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Vorbeugen, erkennen, behandeln

Weilmünster. Die Vitos Klinik für Neurologie Weilmünster veranstaltet am Samstag, 11. September, von 14 bis 18 Uhr im Festsaal der Klinik, in der Weilstraße einen Infotag zum Thema Schlaganfall. Neben Fachvorträgen werden ein kostenloser Check-Up zur Bestimmung von Risikofaktoren sowie eine Demonstration der Ultraschall-Untersuchung der Halsarterien angeboten.

Jedes Jahr erleiden etwa 170 000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. 40 Prozent der Patienten sterben innerhalb eines Jahres, ein Großteil bleibt hilfs- und pflegebedürftig.

Die Vitos Klinik für Neurologie Weilmünster verfügt als einziges Krankenhaus der Region zwischen Wetzlar, Weilburg und Bad Homburg über eine solche, von der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe zertifizierte Stroke Unit. Sie ist damit für etwa 400 000 Menschen im Notfall die erste Adresse, um bei akutem Verdacht auf eine Hirndurchblutungsstörung oder eine Hirnblutung zu helfen. 900 Schlaganfallpatienten werden hier jährlich erstversorgt. Sieben spezialisierte Schlaganfallbehandlungsplätze stehen zur Verfügung. Darüber hinaus wird eine Intensivstation mit neun Beatmungsbetten vorgehalten. Rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, können mittels Ultraschall, Kern-spin- und Computertomographie Notfalluntersuchungen durchgeführt werden.

Die Chance, einen Schlaganfall ohne schwere Behinderung zu überleben, haben in der Regel nur die Patienten, die innerhalb der ersten vier bis fünf Stunden nach Beginn der Symptome einer Akutbehandlung zugeführt werden. Halbseitenlähmung, Taubheitsgefühle in Armen oder Beinen, Sprachstörungen, Schwindel oder Sehstörungen sind die typischen Anzeichen eines Schlaganfalls.

Leider kommen jedoch viele Patienten zu spät. Häufig werden auch gravierende Symptome, wie Halbseitenlähmungen, Taubheitsgefühle in Armen und Beinen, Sprachstörungen, Schwindel und Sehstörungen nicht ernst genommen. So vergehen wertvolle Stunden, ehe die Erkrankten einer Therapie zugeführt werden können. Für manch Einen ist es dann zu spät. Hochwirksame Behandlungsmaßnahmen können nicht mehr eingesetzt werden, es verbleiben zum Teil die Lebensqualität gravierend beeinträchtigende Behinderungen.