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TAGEBUCH

Freitag, 19. Januar

“Wohin geht die Reise? Was kommt auf uns zu? Wohlstandsverlust oder Leistungssteigerung, Konsumverzicht oder neue Lebenslust?” Mit provokanten Fragen und zehn genauso provokanten Thesen zur Zukunftsentwicklung zog Festredner Prof. Dr. Horst W. Opaschowski die Gäste des Festakts anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der TaunusSparkasse am Abend in seinen Bann. Rund 300 Kunden sowie Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren der Einladung des Instituts gefolgt, im Bad Homburger Kurhaus unter dem Motto „100 Jahre jung” auf die gemeinsame Zukunft anzustoßen. Vorstandschef Hans-Dieter Homberg (Foto) präsentierte sich dabei als messerscharfer Macher auf ungewohntem Terrain. Der Anschnitt der fünfstöckigen Geburtstagstorte stellte für ihn kein Problem dar. Der Ausblick auf die Zukunft war schließlich nur ein Teil der Veranstaltung. Der andere Teil war einer Zeitreise gewidmet, die die Gäste von der Vergangenheit in die Gegenwart führte. “Gastgeber” war der frühere Landrat des Obertaunuskreises, Dr. Ernst Ritter von Marx, der die Kreissparkasse des Obertaunuskreises, deren

Rechtsnachfolgerin die TaunusSparkasse ist, vor 100 Jahren gründete. In historischem Kostüm begrüßte er nebst Gattin die Gäste. Die A-capella-Gruppe Comedian Sixpack führte die Gäste mit einer musikalischen Zeitreise in die Moderne. Parallel dazu zeigten Sparkassen-Werbespots aus sieben Jahrzehnten, wie sich dieses Medium im Laufe der Zeit gewandelt hat.

Samstag, 20. Januar

Nach 48 mehr oder weniger stürmischen Stunden werden die Aufräumarbeiten voraussichtlich bis zum Frühjahr andauern. Der Schaden, den Orkan Kyrill angerichtet hat, war dabei besonders stark in Kuppenklagen wie in Seelenberg (Foto 1) oder eben dort, wo der Sturm ungehindert seine Kraft entfalten konnte wie etwa zwischen Dorfweil und Schmitten (Foto 2). Ersten Schätzungen zufolge hat der Orkan allein im etwa 20000 Hektar großen Forstamtsbereich Weilrod rund die Hälfte des Jahreseinschlages innerhalb weniger Stunden abgeholzt: 50000 Kubikmeter. Und auch wenn der Orkan mittlerweile eine Woche vergangenen ist sollten sich vor allem Spaziergänger mit Vorsicht im Wald bewegen. Vor allem, wenn tatsächlich der Winter jetzt mit Macht Einzug hält, erhöht sich die Gefahr, dass Schnee angeschlagene Bäume destabilisiert. Das Forstamt ist zwar mit allen Kräften im Einsatz, um die Schäden zu beseitigen, doch bis dies überall erfolgt ist, werden einige Wochen vergehen.

Sonntag, 21. Januar

Ein Jahr lang mussten die Usinger darauf verzichten, sich auf Einladung der Stadt gegenseitig die besten Wünsche zum neuen Jahr zuzurufen. In diesem Jahr luden Bürgermeister Matthias Drexelius und Stadtverordnetenvorsteher Dr. Günter Drexelius wieder in die Stadthalle. Mit ausgesprochen guter Resonanz. Zahlreiche Vertreter aus Politik und Gesellschaft folgten der Einladung von Vater und Sohn und nutzten die Gelegenheit, Kontakte aufzufrischen oder neu zu knüpfen. Dem allgemeinen Tenor „nicht jammern, sondern Maß halten“ schlossen sich nicht nur die Bundestagsabgeordneten Holger Haibach (CDU) und Dr. Frank Schmidt (SPD) sowie Landrat Ulrich Krebs oder die Rathauschefs aus dem Usinger Land an, sondern auch die nächste Generation im Hause Drexelius. Die sechsjährige Lea hatte vor dem Rednerpult für Papa und Opa keine Widerworte, sondern das, was sich jeder Politiker wünscht: bewundernde Blicke.

Montag, 22. Januar

Böse Zungen behaupten, im Weilroder Ortsteil Cratzenbach werden seit geraumer Zeit acht von insgesamt 30 Straßenlaternen nachts ausgeschaltet, damit die Cratzenbacher ihre reichlich durchlöcherte Hauptstraße nicht rund um die Uhr sehen können und die Zahl der Magengeschwüre weiter ansteigt. Allerdings: So ist es nicht. Der Beschluss zur Halbnachtschaltung entstammte allein dem Willen zur Sparsamkeit. Allerdings: Der Ortsbeirat ließ in seiner letzten Sitzung keinen Zweifel mehr daran, dass man Licht ins Dunkel bringen möchte. Das Ergebnis: Die Verwaltung wurde aufgefordert, festzustellen, wie weit brennende Straßenlaternen auseinanderstehen dürfen. Man bezweifelt nämlich, dass der Mindestabstand in Cratzenbach tatsächlich eingehalten wird. Ob dem Gremium dann ein Licht aufgeht oder der Gemeinde, muss abgewartet werden.

Dienstag, 23. Januar

Banken sind – wie böse Zungen behaupten – Institute, die Regenschirme bei Sonnenschein verteilen, um sie beim ersten Tropfen zurückzufordern. Dass dem nicht so ist, bewies die Volksbank Usinger Land jetzt wieder einmal nachdrücklich. 36 gemeinnützige Vereine und Organisationen kamen im vergangenen Jahr in den Genuss, von der im Jahr 2000 gegründeten Stiftung Volksbank Usinger Land einen ordentlich dotierten Scheck entgegen nehmen zu können. Wie die beiden Vorstandsmitglieder der Stiftung, Uwe Kraft und Harald Fleischhauer zu recht stolz verkünden konnten, wurden insgesamt 35075 Euro für den guten Zweck verteilt.

Mittwoch, 24. Januar

Der Weiltalweg-Landschaftsmarathon wird immer beliebter. So haben sich für die Ausgabe 2007 am Sonntag, 22. April, bis zum Jahreswechsel bereits 550 Frauen und Männer angemeldet. Eine Tatsache, die nach Ansicht nicht nur von Hochtaunus-Landrat Ulrich Krebs unterstreicht, welchen hohen Stellenwert die vom Naturpark Hochtaunus organisierte Veranstaltung inzwischen genießt. Bis zum Start an der Hattsteinhalle in Schmitten dürften sich die Anmeldebögen mit erneut erwarteten über 1000 Marathonläufern gefüllt haben.

Donnerstag, 25. Januar

Freispruch in der Saalburgschule. Da mag manch einer auf den ersten Blick ins Grübeln geraten, doch keine Bange: Für die Auszubildenden des Hotel- und Gaststättenverbandes Hochtaunus bedeutet dies nur, dass sie ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben. Und das wurde verständlicher Weise mit einem kleinen Imbiss gefeiert.