Veröffentlicht am

Sternsinger unterwegs

Usinger Land. Wenn Joachim Pauli erst einmal so richtig in Fahrt kommt, dann gibt es kein Halten mehr. Im positiven Sinne, versteht sich. Wort- und Gestenreich erklärt der Diakon der katholischen Gemeinden St. Laurentius in Usingen und St. Konrad in Grävenwiesbach den Mädchen und Jungen, die am 11. und 12. Januar als Sternsinger unterwegs sind, im Usinger Gemeindehaus der katholischen Kirche ihre Aufgaben.

Was muss ich alles über die Sternsinger wissen, was ziehe ich bei der Aktion an? Der Diakon weiß immer Rat und gibt seinen Zuhörern die richtigen Tipps. Der gebürtige Bochumer Pauli ist mit viel Freunde und Engagement bei der Sache. Er kann die Kinder begeistern, das sieht der Beobachter.

Das sollte keinen verwundern, denn Pauli ist ein ausgebildeter Lehrer, der 22 Jahre an einer Berufsschule in Bochum katholische Religion unterrichtete bevor er dann 2006 zum Diakon geweiht wurde und mit seiner Familie nach Brandoberndorf zog. Als engagierter Katholik bleibt er trotzdem ein kritischer Zeitgenosse, der auch ein offenes Wort nicht scheut.

So weiß er auch, dass in der einen oder anderen Gemeinde die Bereitschaft der Kinder nachlässt, sich als Sternsinger zu engagieren. Etwa in Wehrheim, wo die katholische Gemeinde nach Sternsingern sucht. Deshalb kann für Pauli Werbung für die Aktion nicht schaden.

„Im letzten Jahr haben sich zum Beispiel in Usingen 60 Familien für die Sternsingeraktion angemeldet“, sagt Pauli. Angemeldet? „Ja“, sagt der Diakon, denn das sei wichtig, schließlich wollten die Mädchen und Jungen nicht vor verschlossenen Türen stehen.

In der Buchfinkenstadt etwa besuchen die Sternsinger neben den „angemeldeten Familien“ auch die Menschen im Krankenhaus, die Bewohner des Kortheuerhauses und Bürgermeister Steffen Wernard.

Fortsetzung Seite 4