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Schutzpatron für alle Jäger

Usinger Land. Ob es stimmt, dass der heilige Hubertus nach dem Tod seiner Frau sich ganz und gar der Jagd verschrieb, ist zwar in den Geschichtsbüchern nicht überliefert, doch schon seit Jahrzehnten wird Anfang November dem heiligen Hubertus mit einer Messe gedacht. Der Legende nach soll Hubertus nach dem Tod seiner Frau mit Gott und den Menschen gebrochen haben und unter Missachtung aller göttlichen Gebote auch an einem Karfreitag auf die Jagd gegangen sein. Der Hirsch, den er verfolgte, soll ein großes, prächtiges Geweih gehabt haben.

Als er ihn schließlich mit Hilfe seiner Hundemeute gestellt hatte und sich anschickte ihn zu erlegen, sah er zwischen den Geweihstangen das Kreuz aufleuchten und hörte eine Stimme, die ihn zur Umkehr aufforderte. Hubertus habe sein Knie gebeugt und war geläutert. Fortan soll er nur noch das eine Ziel verfolgt haben, Gott und Menschen zu dienen. Er wurde Mönch und später Bischof von Lüttich (700-723 n. Chr.).

Die Legende lebt weiter und der heilige Hubertus wird auch heute noch als Schutzpatron der Jäger und Schützen verehrt. Die Wehrheimer Jagdgenossen etwa laden für Samstag, 30. Oktober, zur Hubertusmesse in die katholische Kirche St. Georg in Pfaffenwiesbach ein. Zur Messe spielen wie üblich die Jagdhornbläser aus Ockstadt. Beginn ist um 18 Uhr.

Die Usinger Jagdgenossen rufen am Sonntag, 7. November, die Legende ab 10 Uhr in der evangelischen Laurentiuskirche in Erinnerung. Dort spielen dann die Jagdhornbläser aus Usingen.

Im Anschluss an den Gottesdienst wird dann zum Wildschweinessen geladen.