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Kloster und Kekse

Usingen. Eine Gruppe von Usinger Landfrauen und Senioren startete jetzt zu einem Tagesausflug in die Eifel. Erstes Ziel war die Fabrik von Griessen – de Beukelaer in Polch. Bei einer Werksrundfahrt bekamen die Besucher eine Vorstellung von den Ausmaßen des Produktionsgeländes, besonders der langgestreckte flache Bau, in dem die Backstrasse täglich Tonnen von Gebäck produziert, fiel ins Auge.

Bei Kaffee und Keksen erfuhren die Teilnehmer dann mehr über die Firmengeschichte und die Produktionsabläufe. Ungläubig vernahmen die Gäste, die nach Verbraucheraufklärung über Mindesthaltbarkeitsdaten und Aktionen wie „zu schade für die Abfalltonne“ gegen Lebensmittelverschwendung sensibilisiert waren, die Aussage, dass Gebäckreste aus der Produktion als Sonderabfall entsorgt werden müssen. Früher hätten Bauern aus der Umgebung diese abgeholt und an die Schweine verfüttert.

Für alle nachvollziehbar war hingegen, dass die Eier nicht mehr einzeln von Hand aufgeschlagen werden, sondern in Form von Eipulver oder Flüssigei den Teigen zugesetzt werden. Beim Rundgang durch die Ausstellung zur Unternehmenshistorie erinnerten sich viele mit Wehmut an die hübschen Keksdosen aus Blech, die im Laufe der Zeit von Pappschachteln und Kunststofffolien abgelöst wurden.

Nach dem Einkauf im Kekssupermarkt, in dem man günstig Gebäck 2. Wahl und aus Überproduktion erstehen konnte, ging die Fahrt weiter zur Benediktinerabtei Maria Laach. Dort wurde erst ein Infofilm über die Geschichte und den Tagesablauf der im Kloster lebenden Mönche gezeigt; danach hatten alle Zeit zur freien Verfügung, um das Gelände zu erkunden. Sehenswert waren die Abteikirche als Ort der Stille und die Betriebsamkeit in der Klostergärtnerei, die ein reichhaltiges Sortiment aus Sommerblühern, aber auch Kräutervariationen und Zimmerpflanzen dekorativ präsentierte. Gerne wurden auch der moderne Buchladen, die Kunstwerkstätten und der Hofladen angesteuert und für manche blieb noch Zeit für einen Gang zum Laacher See.