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Jute statt Plastik

Der Usinger Gewerbeverein möchte Einkaufstüten aus Kunststoff abschaffen

Usingen. Wird das Einkaufen in der Usinger Innenstadt künftig plastiktütenfrei? Zugegeben, die Idee hat etwas charmantes. Selbst wenn man nicht auf der Öko-Welle schwimmt. Kunden, die in den Geschäften einkaufen, bringen entweder selbst ihre Einkaufstasche mit oder kaufen einen Stoffbeutel zum Transport. Und wer wirklich so gar nicht auf die Plastiktüte verzichten möchte, der zahlt einen Betrag in die Spendenwutz.

Um es vorweg zu sagen: Bislang ist es erst einmal nur eine Idee, die im Raum steht. Ins Gespräch gebracht hat sie Ralf Müller, Vorsitzender des Gewerbevereins, der das Thema in die Runde des jüngsten Innenstadttreffs brachte. Anlass war ein Artikel in den Medien zum Thema Umweltverschmutzung durch die weggeworfenen Plastikverpackungen.

Papier statt Plastik funktioniere aber nicht in allen Geschäften, gab Birgitt Madlung von der Büroorganisation Feil zu bedenken. Gerade Papier bei Regen in eine Papiertüte zu stecken habe keinen Mehrwert für den Kunden. Diese würden dann in der Tat nach Plastiktüten fragen. Anders hingegen sieht es bei einigen Geschäften in der Kreuzgasse aus. Da seien Papiertüten durchaus vorstellbar.

Die Idee, künftig eine Stofftasche, nach Möglichkeit sogar mit dem Usinger Wappen bedruckt, zu verkaufen, kam zunächst bei den Anwesenden sehr gut an. Eine kleine Arbeitsgruppe soll nun aber auch bei den anderen Innenstadthändlern nach der Akzeptanz eines Stoffbeutels fragen und zusätzlich die möglichen Kosten ermitteln.

Ebenfalls im Gespräch, aber bislang ohne weitere Informationen ist das Thema kostenloses WLAN in der Innenstadt. Informationen müssten die Gewerbetreibenden dazu noch beschaffen, um sich dazu eine Meinung bilden zu können.

Ebenfalls im Gespräch ist, dass die Innenstadthändler anlässlich des Käsefests von Manfred Seuss aus der Wehrheimer Mitte am 5. Juni ebenfalls einen langen Verkaufssonntag anbieten werden.

Zusätzlich als Aktionstag im Gespräch ist der Freitagabend vor dem Stadtfest (2. / 3. Juli). Dieses werde wieder mit dem Cransberger Oldtimer Club organisiert, der dieses Mal wenigstens 200 Oldtimer in die Stadt locken wolle.

Die schlechte Nachricht: Auf ein Seniorenangebot werde verzichtet, berichtete Müller, der auch einen neuen Termin für die zweite Hochzeitsmesse in Aussicht stellen konnte. Anvisiert werde Ende Februar 2017.