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Flüchtlingsunterbringungwar lange bekannt

Hochtaunuskreis. Sozialdezernentin und Kreisbeigeordnete Katrin Hechler hat die Vorwürfe der Stadt Usingen, dass die Kreisverwaltung ein Geheimnis aus der Flüchtlingsunterbringung gemacht habe, zurückgewiesen: „Die ersten Gespräche zwischen Kreisverwaltung und Stadt Usingen, insbesondere mit dem Bürgermeister, hat es bereits im Dezember gegeben. Somit war der Stadt bekannt, dass der Kreis umgehend eine Notlösung für die hilfesuchenden Menschen benötigt und eine Übergangslösung geschaffen werden muss. Die Behauptung, es hätte keine Gespräche gegeben, ist schlichtweg falsch“, betont die Sozialdezernentin.

Seitdem die Anzahl der Flüchtlinge zunimmt, sucht der Hochtaunuskreis nach geeigneten Unterbringungsmöglichkeiten. Mit so vielen Asylsuchenden haben weder Kreis noch die anderen Kommunen gerechnet. „Über die uns bekannte Steigerung hinaus sind weitere zusätzliche Flüchtlinge vom Hochtaunuskreis aufzunehmen. Wir waren in einer Notsituation“, erklärt die Sozialdezernentin. Zum Hintergrund: Eine Notlösung wurde mit Unterstützung der Caritas im ehemaligen Krankenhaus in Usingen gefunden. So sind in der Hattsteiner Allee vorerst weitere zehn Flüchtlinge (3 Familien) untergebracht. Allerdings ist dies nur eine Übergangsmaßnahme. „Sobald uns in Usingen neue Unterbringungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, endet diese Notlösung“, sagt Kreisbeigeordnete Katrin Hechler und unterstrich: „Hier werden nur Flüchtlinge untergebracht, die ohnehin nach dem Verteilerschlüssel von Usingen aufzunehmen sind.“

„Ich muss zugeben, dass wir Anfang letzten Jahres die Situation anders eingeschätzt und uns andere Informationen vorgelegen haben. Hierfür möchte ich mich ausdrücklich entschuldigen. Die Unterbringung ist nur ein Gesichtspunkt – im Moment allerdings der wichtigste.“, erklärte die Dezernentin.