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Ein Abend für Chopin

Usingen. Zu Beginn der neuen Saison lädt das Pianohaus Wedell zur 69. Veranstaltung im Rahmen seiner Konzertreihe für Sonntag, 3. Oktober, um 17 Uhr in die Räume im Stockheimer Weg ein.

Diesmal ist der Abend ganz dem Komponisten Frédéric Chopin gewidmet: Fantasie f-moll, Nocturne Des-Dur, Variationen und die berühmten 12 Etüden op. 10 stehen auf dem Programm, das diesmal von der Pianistin Sabine Simon vorgetragen wird.

Eine weitere Besonderheit macht das Rezital außerdem attraktiv: seit vielen Jahren hat man sich im Pianohaus mit der sehr aufwändigen Restaurierung von Flügel einen Namen gemacht.

Ein ausgezeichnetes Stück ist in den letzten Wochen fertig geworden und man hat sich entschieden, für diesen Klavierabend den 100 Jahre alten Flügel der Firma Rud. Ibach Sohn nach seiner Aufarbeitung erstmals wieder zum Klingen zu bringen. Es ist also ein besonderer Hörgenuß zu erwarten, denn das Instrument mit seinem farbigen Klang ist Zeuge der Hörgewohnheiten einer längst vergangenen Zeit. Zudem ist der Flügel wegen seiner äußeren Gestaltung im Geschmack des Jugendstils ein wunderschönes Objekt.

Die Pianistin Sabine Simon gab bereits als 16-Jährige ihr Debut mit dem Berliner Sinfonieorchester unter der Leitung von Claus-Peter Flor. Bald folgten weitere Konzerte mit dem Gewandhausorchester Leipzig, der Dresdner Philharmonie, dem Rundfunkorchester Berlin, dem polnischen Rubinstein-Philharmonieorchester Lodz, mit dem Orquestra de Camara de Bellas Artes, Mexiko, und mit den Salzburger Mozart-Solisten.

Prägend für Ihre Ausbildung waren Annerose Schmidt (Berlin), György Sebök (USA) und Hans Leygraf (Salzburg). Intensive kammermusikalische Praxis erhielt sie bei Menahem Pressler, Janos Starker, Josef Gingold und anderen.

Ihr Interesse gilt gleichermaßen der „Alten“ wie der „Neuen“ Musik. Ihre Interpretationen von Chopin, Beethoven ebenso wie Stockhausen und Kurtag – gemeinsam mit dem Ensemble Modern – erregten Aufsehen.

Sie gastierte in zahlreichen Ländern Europas, den USA, Kanada, Brasilien, Argentinien und Mexiko und hatte wichtige Auftritte bei den Schwetzinger Festspielen, bei der Salzburger Mozartwoche, den Festivals „Klangspuren“ in Schwaz, Österreich, „Quantensprünge“ in Karlsruhe und den Darmstädter Tagen für Neue Musik.

2004 gab sie ihr Solo-Debut in der Berliner Philharmonie. 2005 folgte eine Japan-Tournee mit den Salzburger Mozart-Solisten und 2006 Konzerte unter anderem in der Berliner Philharmonie sowie beim Internationalen Festival der Pianisten in Tallinn.

Wie immer freut man sich im Pianohaus auf regen Besuch und lädt in der Pause gern zu einem kleinen Umtrunk ein.

Karten zu 15 Euro, 10 Euro für Studenten, 35 Euro für Familien mit schulpflichtigen Kindern können ab sofort im Pianohaus unter Telefon (0 60 81) 91 60 90 reserviert werden.

Wegen der begrenzten Zahl von Plätzen ist rechtzeitige Reservierung unbedingt anzuraten.