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Die Beethovenmaschine

Musikalisches Kabarett mit Hörspielcharakter

Usingen. Mit einer ungewöhnlichen Veranstaltung beginnt der Kulturkreis Usinger Land am Sonntag, 27. September, im Wilhelmj-Salon der Christian-Wirth-Schule Usingen um 17 Uhr seine Reihe mit dem Schwerpunkt „Wien“.

Drei Künstler, die Kabarettistin Tina Teubner, der Pianist und Drehbuchschreiber Ben Süverkrüp, der Geiger Stephan Picard und eine Geräuschmaschine entführen die Hörer in das Jahr 1827 nach Wien. Beethoven liegt auf dem Sterbebett, aber die großen Fragen der Musik und der Menschheit lassen ihn nicht ruhen. Die Welt ist im Umbruch, und die Romantik klopft an die Tür. Er lässt Johann Nepomuk Mälzel rufen: kaiserlich musikalischer Hofkammermaschinist, Erfinder des Metronoms und verschiedener Musikautomaten. Er erteilt ihm den Auftrag, eine Maschine zu bauen, die sein Werk posthum fortsetzen soll. Mälzel sagt sofort zu, hat aber noch ein paar Fragen: vermeintlich naiv, aber von hoher Sprengkraft. Beethoven antwortet mürrisch, ungehobelt und ebenso amüsant wie erhellend. Ein Abend über die Wurzeln der Romantik, über Sonaten und Dampfmaschinen, Hegel und Haiti, den Preis der Freiheit, die Kosten der Einsamkeit, über Wein und Kaffee – und über die Sehnsucht der Einzelgänger. Karten gibt es an der Abendkasse für 17 Euro und im Vorverkauf für 15 Euro an folgenden Stellen: Buchhandlung Wagner, Büro Feil und Lotto-Presse-Tabak. In Neu-Anspach gibt es Karten in der Buchhandlung Weddigen. Studenten zahlen 8 Euro – Schüler haben freien Eintritt.