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32 Helfer arbeiteten Hand in Hand – Übung der Bereitschaften Neu-Anspach und Friedrichsdorf

Neu-Anspach. An schweren Unfällen mit vielen Verletzten hat es in den vergangenen Monaten nicht gerade gemangelt – gerade zahlreiche Busunglücke machten von sich reden. Dass in diesem Fall die Rettungskräfte wie das Deutsche Rote Kreuz nicht nur mit einem Notarztwagen vor Ort sind, versteht sich. Und es sind gerade diese Szenarien, die entsprechende Übungen geradezu voraussetzen, um bei einer Vielzahl von Verletzten schnell, zuverlässig und der Situation entsprechend handeln zu können.

Ort einer solchen Übung war jetzt der Neu-Anspacher Hessenpark, in dem 32 Helfer aus Neu-Anspach und Friedrichsdorf Hand in Hand arbeiteten, um die Versorgung von einer größeren Anzahl von Verletzten mittels eines so genannten „Behandlungsplatzes 25“ zu üben. Dies ist ein Platz mit mehreren Zelten, in denen innerhalb einer Stunde 25 Personen von Ärzten und Schwestern untersucht, beurteilt und in die entsprechenden Kliniken weitergeleitet werden – eine Art Behandlungsweiche für große Unfälle also. Ziel ist, dass die Ärzte gerade bei einer größeren Anzahl von Verletzten verhindern, dass nur Leichtverletzte einen Notarztwagen „blockieren“, während ein Schwerverletzter warten müsste. Zugleich werden alle Patienten für die folgende Behandlung in den entsprechenden Kliniken in diesem Zelt vorbereitet. Die beiden Organisatoren der Übung, Günther Sauer und Uwe Riehl, betrachteten die Übung mit Argusaugen, hatten am Ende nichts auszusetzen. Denn die DRK-Helfer handelten sowohl beim Aufbau des Zeltes rasch und zielsicher, als auch bei der Zusammenarbeit. „Ihr habt eure Aufgabe in einer guten Zeit und ohne Hektik erfüllt“, betonten die beiden Betreuer. Gerade die Zusammenarbeit verschiedener Helfer-Teams kann nur reibungslos funktionieren, wenn alle auf dem gleichen Ausbildungsstand sind und sich bei der Arbeit ergänzen. Dazu gehört auch, dass sich die Material-Ausrüstungen ergänzen und durch Fachwissen nutzbringend eingesetzt werden können. Natürlich gab’s am Ende viel Lob für das Team, das den Abbau des Rettungsplatzes gerade noch trocken schaffte, bevor der nächste Regenguss vom Himmel kam.