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Schmitten abgeschnitten – Natursteingewölbe unter der Fahrbahn droht einzustürzen – Komplettsperrung bis August

Schmitten. Au Backe: Da standen am Dienstag eine Menge Autofahrer vor der Schmittener Felsenkirche wie der berühmte Ochs vorm Berg. Am Nachmittag sperrten Mitarbeiter vom Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) Frankfurt den Eingangsbereich der Schillerstraße in beide Fahrtrichtungen komplett. Die Umleitung erfolgt über den Sandplacken. Heißt: 15 Kilometer Umweg.

Der Grund: Unterhalb der Fahrbahn befindet sich ein Natursteingewölbe, durch das der Lauterbach fließt. Dass dieses schadhaft ist, ist schon länger bekannt. Bereits im Dezember wurden deshalb Stahlplatten in die Fahrbahn eingelassen. Der gewünschte Erfolg allerdings blieb aus. Bei einer Begehung am Dienstag dann der Schock: Aufgrund des strengen Winters mit viel Frost und Schnee hatte sich die Situation drastisch verschlimmert. Das Gewölbe ist stark durchnässt und die Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben. Deshalb wurde in Absprache mit dem ASV, der Gemeinde Schmitten, der Straßenmeisterei Usingen und dem Verkehrsdienst der Polizei die Vollsperrung angeordnet.

Jetzt muss das Gewölbe instand gesetzt werden. Was allerdings nicht sofort geschehen kann, da die Arbeiten erst noch ausgeschrieben werden müssen. Heißt: Es kann Ende August werden, bevor die Sackgasse Schillerstraße wieder für den Verkehr freigegeben werden kann.