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Olympia auf Schritt und Tritt – Das Team von Becker & Lohnstein (Belo) verlegte im deutschen Haus in Vancouver den Fußboden:

Usinger Land. Am Wochenende gehen sie vorüber, die Winterspiele in Vancouver/Kanada. Unser Mann in Kanada, Bobfahrer Gregor Bermbach aus Schmitten, hat heute und morgen seinen letzten Auftritt (ULE berichtete). Doch er wird nicht alleine sein aus dem Taunus, denn eine Firma aus Neu-Anspach bzw. Grävenwiesbach verfolgt die deutschen Athleten seit Beginn der Spiele auf Schritt und Tritt; im wahrsten Sinne des Wortes.

Das Team von Becker & Lohnstein (Belo) verweilte von Ende Januar bis Mitte Februar im deutschen Haus in Vancouver, um dort den Fußboden zu verlegen. Stephan Lohnstein, Michael Bunkherr und Volker Dombach landeten am 27. Januar nach knapp elf Stunden Flug um 17 Uhr, um bereits drei Stunden später die Materialien in Empfang zu nehmen und gleich loszulegen, nämlich Designbeläge und Teppichböden. Fünf Tage à 12 Stunden wurde erstmal geackert, damit sich die deutschen Wintersportler im deutschen Haus in der Simon-Frazier-University wohlfühlen. Kein leichtes Unterfangen, denn während der Verlegearbeiten waren die Studenten noch am Lernen. Doch die Anstrengung war es wert. Schließlich hatte man auch ein paar freie Tage, an denen man sich auch mal in Whistler umschauen konnte. Dabei traf man auch den ein oder anderen prominenten Exsportler und Funktionär, die als Botschafter für die Münchner Olympiabewerbung 2018 in Kanada unterwegs sind.

Ganz neu ist das Thema Olympia für die Raumausstatter nicht. Bereits 2008 in Peking war man schon zumindest bei der Planung und der Abnahme im deutschen Haus beteiligt. Doch in diesem Jahr war man mittendrin. Zu verdanken hat Belo das der Firma JOKA (Deutschlands größter Raumausstatter-Großhändler), der Partner des deutschen Olympiateams ist. Belo wiederum sind Premium-Handelspartner von JAKO und haben durch jahrelange Zusammenarbeit bewiesen, dass sie für solch eine große Aufgabe geeignet sind. „Reich wird man von dieser Arbeit nicht. Aber der Spaß und die Erfahrung sind es allemal wert“, so Stephan Lohnstein mit einem Strahlen in den Augen. Einer des Teams war leider nicht mit dabei: Matthias Becker. Denn während der Arbeiten in Vancouver musste auch der Teppich beim Ball des Sports in Wiesbaden verlegt werden. Ganze 7.700 Quadratmeter mussten in der Zeit von 28. Januar bis zum 5. Februar geklebt werden, um ihn dann am 8. Februar wieder komplett rauszureißen. Matthias Becker blieb freiwillig, um diese Aufgabe zu erledigen, denn durch seine Flugangst wäre ihm beim Trip nach Übersee sowieso etwas mulmig geworden.

Seit Donnerstag ist das Dreigestirn wieder in Kanada, um die nächste Aufgabe zu erledigen: Das deutsche Haus in Whistler wird für die anschließenden Paralympics (ab 12. März) ebenso aus deutscher Hand ausgestattet. Und der „alte“ Fußboden in Vancouver muss auch wieder raus.

Ein großes Ziel haben die Drei für die nächsten Tage. Sie möchten unbedingt bei der Abschlusszeremonie im Stadion sein, um dann Andreas Bermbach zu seiner erhofften Medaille zu gratulieren.