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Mehr als 5000 Unfälle

Bilanz der Polizei zur Verkehrsstatistik 2015:

Hochtaunuskreis. Die Polizei beobachtete, dass erstmals in einem Kalenderjahr mehr als 5000 Unfälle im Landkreis registriert wurden. Eindeutige Unfallursachen für diesen Anstieg sind nicht zu erkennen. Bei 5060 aufgenommenen Verkehrsunfällen wurden im vergangenen Jahr 865 Menschen verletzt. Die Gesamtzahl der Verletzten ging im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück (2014: 871). „Die steigenden Unfallzahlen sind besorgniserregend und zeigen, dass weiter große Anstrengungen aller Beteiligten in der Verkehrssicherheitsarbeit notwendig sind. Viel wichtiger scheint jedoch der Beitrag jedes einzelnen Verkehrsteilnehmers zu mehr Bewusstsein für die Verkehrssicherheit und der Rücksichtnahme bei der Teilnahme im Straßenverkehr“ erklärt Kriminaldirektorin Antje van der Heide von der Polizeidirektion Hochtaunus.

Die Zahl der Unfälle mit Beteiligung „schwächerer Verkehrsteilnehmer“ zeigt eine gleichbleibende Tendenz. Sowohl bei den Fußgänger- als auch bei den Radfahrerunfällen ist ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen, weiß Polizeihauptkommissar Thomas Dietrich zu berichten, der die Statistik im Detail der Presse vorstellte. Er zeigte auf, dass die Betrachtung des Unfallgeschehens mit Motorrädern (über 125cm³) im Vergleich zum Vorjahr nahezu unveränderte Zahlen (2014: 149, 2015: 148) ergeben, aber ein deutlicher Anstieg bei den dabei Verletzten (2014: 103, 2015:148) zu verzeichnen ist.

Besonders deutlich ist diese Zunahme auf den Strecken rund um den Großen Feldberg, die einen großen Einfluss auf die Statistik ausübt. So stieg hier die Zahl der Verkehrsunfälle von 26 auf 40, die der Opfer von 27 auf 41 an.

Die langfristige negative Entwicklung bei den Wildunfällen setzte sich auch im vergangenen Jahr weiter fort.

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