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Halloween mit evangelischem Augenzwinkern – Evangelische Kirche verschenkt Bonbons und Türanhänger zum Reformationsfest:

Usinger Land. Auch in diesem Jahr ist es am 31. Oktober wieder soweit: Horden von gruselig verkleideten Kindern klingeln mit den Worten „Süßes oder Saures“ an den Haustüren. Ganz speziell in der Usinger City. Beinahe in Vergessenheit geraten ist bei all dem Trubel, dass am 31. Oktober auch Reformationstag ist. Eine Tatsache, die mehr und mehr Kirchenleuten nicht recht schmecken will. Und prompt haben sie listig in die Süßigkeitenkiste gegriffen. Die evangelische Kirche im Hochtaunus jedenfalls bietet in diesem Jahr als besondere Süßigkeit „Lutherbonbons“ an. Als schmackhafter Hinweis darauf, dass nicht nur Halloween gefeiert wird.

Auf dem Papier der süßen Überraschung steht: „31. Oktober ist Reformationstag“. Außerdem finden die Kinder die Internetadresse www.lutherbonbon.de mit Spielen und Informationen rund um das Leben des Reformators. „Besonders passend finde ich den augenzwinkernden Luther auf dem Bonbonpapier“, freut sich Pressereferent Jens-Markus Meier von der Evangelischen Kirche im Hochtaunus. „Viele evangelische Christen ärgern sich darüber, dass der Reformationstag angesichts von Halloween immer unscheinbarer wird. Doch ein griesgrämiger Protest mit erhobenem Zeigefinger erscheint mir nicht geeignet, den Stellenwert des Reformationsfestes zu erhöhen“. Die Bonbonaktion ist ein augenzwinkernder Hinweis, mit dem Neugier und Interesse an diesem ganz besonderen evangelischen Feiertag geweckt werden sollen.

Mit den Lutherbonbons erinnert die Evangelische Kirche in Deutschland zum vierten Mal in Folge an den Reformationstag. Produziert wurden in diesem Jahr 1,36 Millionen Bonbons.