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Das Instrument der Liebe stellt sich vor

Kammermusik mit Fagott und Klavier beim Hauskonzert am 1. Oktober

Fagottist Symeon Rizopoulos wurde in der griechischen Stadt Thessaloniki geboren.
Fagottist Symeon Rizopoulos wurde in der griechischen Stadt Thessaloniki geboren.

Schmitten. Das Fagott kennt man natürlich aus dem Orchester. Aber als Soloinstrument? Kaum ein Konzertbesucher hat es schon einmal aus der Nähe gesehen oder gar selbst hineingeblasen. Das große Holzblasinstrument, kann man im Orchester meistens ziemlich weit hinten mehr erahnen als sehen.

Durch seinen warmen, weichen Klang über dreieinhalb Oktaven macht es ein Orchester nicht nur in den tiefsten Basslagen erst so richtig „rund“. Es klingt mal freundlich geheimnisvoll, mal fröhlich verschmitzt und auch ätherisch schwebend mit einem unverwechselbar eigenen Charakter. Im 19. Jahrhundert nannte man es „das Instrument der Liebe“. So ein Fagott ist außerdem ein ordentliches „Bündel“ (das bedeutet nämlich das italienische Wort) mit seinen bis zu dreieinhalb Kilo und dem ca. 255 cm langen, in zwei Windungen gelegten Rohr. Schwer zu tragen, schwer zu spielen und unvergesslich schön, wenn man das Glück hat, es einmal solistisch zu hören.

Genau dieses Glück erwartet die Konzertbesucher im ersten Hauskonzert nach der Sommerpause am Samstag, 1. Oktober, um 19 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr) in Oberreifenberg. Die Veranstalter von „Hauskonzert Feldberg“ freuen sich, beim nunmehr 16. Hauskonzert ihren Besuchern die Starqualitäten, den Charme und die Wandlungsfähigkeit dieses Instruments aus nächster Nähe vorführen zu können. In der intimen Atmosphäre des „Wohnzimmerkonzertsaals“ erklingt Musik aus drei Epochen – meisterlich gespielt von dem aus Griechenland stammenden brillanten Fagottisten Symeon Rizopoulos und kongenial begleitet (und durch Solostücke ergänzt) vom französisch-rumänischen Könner am Klavier Aimo Pagin.

Symeon Rizopoulos wurde in der griechischen Stadt Thessaloniki geboren. Zeitgleich zu einem Theologie-Studium begann er das Fagott-Studium, das er 2007 in Deutschland an der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen fortsetzen und beenden konnte. Der 1983 geborene französische Pianist Aimo Pagin erhielt ab seinem siebten Lebensjahr Klavierunterricht. Im Jahr 2001 schloss er das Solistenstudium am Conservatoire Supérieur de musique de Genève ab, um danach in den USA beim legendären Pianisten und Klavierpädagogen Leon Fleisher zu studieren. Pagin lehrt als Pianist und Professor an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz, seit neuestem auch in seiner Heimatstadt Straßburg.

Es sind noch Karten verfügbar und die Gastgeber Esther und Ralf Groh freuen sich immer über neue Gäste, auch Kinder sind herzlich willkommen. Nach dem Konzert haben alle Besucher wie immer die Möglichkeit, sich zum mittlerweile legendären Nachhall bei einem Glas Wein und einem kleinen Imbiss mit Künstlern, Gästen und Gastgebern auszutauschen.

Der Eintritt kostet 20 Euro (Kinder frei) plus Spende nach Gefallen; Anmeldung unter Telefon (06082) 929636 oder per E-Mail an info@hauskonzert-feldberg.de.

Weitere Informationene im Internet unter www.hauskonzert-feldberg.de.